Die Entwicklung von Nutzung und Holzabsatz


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Nach dem Niedergang der Glashüttenindustrie wurde es notwendig, eine neue Verwendungsmöglichkeit für das Rosenhofer Holz zu suchen. Anfang des 19. Jahrhunderts ergab sich nun ein steigender Brennholzbedarf der Kaiserstadt Wien, eine Lösung der Transportfrage musste gefunden werden. Fürst Josef zu Schwarzenberg hatte damals das kaiserliche Patent zur Errichtung von Holztriftanlagen erhalten, woraufhin auf der Schwarzaist eine solche eingerichtet und ab dem Jahre 1800, zunächst von der Nachbarherrschaft des Freiherrn von Hacklberg (heute Waldgut Pfleiderer in Niederösterreich), später auch seitens der Herrschaft Rosenhof, der überwiegende Teil des erzeugten Holzes in Form von Scheitern an die Donau getriftet und von dort weiter nach Wien transportiert wurde.

Die gesamte Triftanlage hatte eine Länge von 74 km und umfasste auch sieben Stauteiche zur Verbesserung der Wasserführung. Die Teiche hatten eine Gesamtfläche von 40 ha. Zwei davon, mit einer Gesamtfläche von 20 ha, befinden sich im Bereich des Forstgutes Rosenhof. Die Trift endete beim Hauptrechen in Au an der Donau.

Noch bis zum Jahr 1940 wurde mehr als die Hälfte des Holzeinschlages getriftet. Die letzte Trift erfolgte im Jahr 1951, nachdem bereits im Jahr 1947 mit einem großzügigen Ausbau eines Waldstraßennetzes ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Forstbetriebes begonnen hatte. Seither hat sich die Verwertung des Holzes in Rosenhof grundlegend geändert, sodass der Schichtholzanteil auf wenige Prozent zurückgegangen ist und die Brennholzerzeugung kaum noch zur Befriedigung der Deputatbezüge der Forstangestellten ausreichte. An die Stelle der Brennholzversorgung Wiens und eines lokalen Schnittholzbedarfes trat eine völlige Exportorientierung ein, wobei ein Teil des Holzes in Form von Spezialsortimenten (Rammpfähle, Maste, Stangen) und der größte Teil in Form von Schnittholz exportiert wurde.

Das betriebseigene Sägewerk ging auf eine bereits 1787 errichtete Sensenschmiede zurück, die 1890 zum Sägewerk umgebaut wurde. Aus Rentabilitätsgründen wurde das Sägewerk mit 31.12.1972 geschlossen. Der angeschlossene Holzplatz war noch weiterhin zur Schwachholzproduktion in Betrieb. Nach einer kurzfristigen Verlegung der Anlage an die Bahn nach Freistadt wurde auch diese am 1. Jänner 1986 verkauft. Das produzierte Holz (Faserholz, Schleifholz und Sägebloche) wird seither ausschließlich im Inland abgesetzt.


Czernin-Kinsky Forstgut Rosenhof GmbH & Co KG

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