Am 25. September 1691 verschrieb Kaiser Leopold I. dem in hoher Gunst beim Kaiserhaus stehenden Ferdinand Bonaventura Reichsgrafen von Harrach die Herrschaft Freistadt in Österreich ob der Enns. Dazu gehörte der große Freiwald (annähernd der heutigen Besitzgröße entsprechend).


Nach der Besitzübernahme durch Ferdinand Bonaventura Reichsgraf von Harrach legte dieser an verschiedenen Orten Glashütten an, durch deren Holzverbrauch die Wälder zum Teil stark gelichtet wurden. Am 15. Juni 1706 verstarb Reichsgraf von Harrach und erbte dessen Bruder, Alois Thomas Raimund Reichsgraf von Harrach zu Rohrau, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, der auch noch größere Ländereien in Böhmen besaß, die Herrschaft Freiwald. Dieser war Vizekönig von Neapel. Er war der Begründer des heute noch bestehenden Kirchenpatronates Sandl. Er verstarb am 17. November 1742.

Den gesamten Besitz erbte nun sein Sohn Friedrich Reichsgraf von Harrach zu Rohrau. Dieser war eine sehr einflussreiche Persönlichkeit, starb aber sehr frühzeitig (1749). Seine Witwe, geborene Prinzessin von Liechtenstein, wurde in der Folge Besitzerin. Nach deren Tod (1752) ging das Gut auf den Grafen Bonaventura von Harrach über. Dieser vergrößerte den Besitz durch den Ankauf des Gutes Leonhard (beim Ort Sprinzenthal) von den damaligen Besitzern Hoheneck und vorigen Liechtenstein. Graf Bonaventura starb 1785 ohne männlichen Erben, nachdem er den gesamten Besitz schon 1783 an seine Tochter Rosa übergeben hatte. Sie verehelichte sich im Jahre 1777 mit dem Fürsten Josef Kinsky.

Das bereits seit der Mitte des 18. Jahrhunderts bestehende Schloss Rosenhof wurde in der Zeit zwischen 1780 bis 1790 von Rosa Fürstin Kinsky durch den Anbau zweier Seitenflügel erweitert (heutiger Bauzustand). Der Name des Schlosses ist auf jenen der damaligen Besitzerin, nämlich Fürstin Rosa Kinsky zurückzuführen, doch entstand aus dem ursprünglichen Namen Rosahof im Lauf der Zeit der Name Rosenhof.

Holzschwemme3 Damals wurde auch der Ortsname Spritzenthal in Brixenthal und schließlich in Harrachstal (heutiger Ortsname) umbenannt.

Im Jahre 1814 hinterließ Fürstin Rosa Kinsky sämtliche Liegenschaften dieser Herrschaft samt anderer vererbten Harrach`schen Allodialgütern in Krasna (Mähren) ihrem zweiten Sohn, Franz Grafen Kinsky.

Dieser wiederum hinterließ die Herrschaft Rosenhof seinem zweiten Sohn, Rudolf Graf Kinsky (geboren am 4.Juni 1815) im Jahre 1823. Bis zu dessen Großjährigkeit leitete das Gut seine Mutter, Therese Gräfin Kinsky, geborene Gräfin Wrbna und Freudental. In diese Zeit fällt die Errichtung der Schwemmteiche (1830) in Rosenhof und der Bau der Theresienstraße (1828). Ebenso wurde das Forsthaus Freudenthal im Revier Leonhard zu jener Zeit erbaut.

ThereseKinskyRudolf Graf Kinsky verstarb im Frühjahr des Jahre 1889 und setzte seinen Großneffen zweiten Grades, Rudolf Ferdinand Grafen Kinsky, nachmaliger Fürst Kinsky, zu seinem Universalerben ein. Dieser verstarb am 13. März 1930, nachdem er bereits zu Lebzeiten, im Jahre 1928, seine sechs Töchter als Universalerben mit lebenslänglichen Nutzgenuss eingesetzt hatte. Gemäß Familienbeschluss vom Jahre 1936 teilten vier seiner Töchter das Gut, beziehungsweise die Herrschaft Rosenhof, unter sich auf. Wilhelmine Gräfin Czernin, geborene Gräfin Kinsky, erhielt die beiden Forstreviere Sandl und Unterwald im Ausmaß von 1.200 ha, (im weiteren die Forstverwaltung Sandl) drei andere ledige Töchter, nämlich die Gräfinnen Emma, Rosa und Therese übernahmen gemeinsam den anderen, größeren Teil der Herrschaft Rosenhof einschließlich dem Schloss Rosenhof.

Gräfin Rosa Kinsky verstarb noch im selben Jahr. Gräfin Emma Kinsky (verstorben am 2. Dezember 1957) übergab ihren Besitzanteil im Jahre 1942 unter Vorbehalt des lebenslänglichen Nutznießungsrechtes ihrer Schwester Therese Gräfin Kinsky, die bis auf weiteres Alleineigentümerin der Herrschaft Rosenhof war. 
Josef Czernin KNach ihrem Tode am 11. November 1973 wurde deren Großneffe und Adoptivsohn Stanislaus Graf Czernin (nunmehr Czernin-Kinsky) Alleineigentümer der Herrschaft Rosenhof, während dessen Vater, Josef Graf Czernin-Kinsky, ebenfalls Adoptivsohn seiner Tante, das Fruchtnießungsrecht erhielt.

Bereits am 8. März 1954 hatte Wilhelmine Gräfin Czernin, Eigentümerin der Forstverwaltung Sandl, ihren Besitz an ihren Sohn, Josef Graf Czernin-Kinsky übergeben.

Am 1. Jänner 1988 wiederum übertrug Dipl.-Ing. Josef Graf Czernin-Kinsky die Forstverwaltung Sandl in das Alleineigentum seines Sohnes, Stanislaus Graf Czernin-Kinsky, während dessen Schwestern, Johanna Maranon-Barreras, Wilhelmine Steineck und Philippine Jakobljevich erbrechtlich abgefunden wurden. 

CzerninKinskyTitelAb diesem Zeitpunkt gelangte somit, nach rund fünfzigjähriger besitzrechtlicher Aufteilung beziehungsweise Trennung der ehemaligen Gesamtherrschaft Rosenhof, diese wiederum in die Hand eines alleinigen Eigentümers.

Mit Vertrag vom 6. August 1988 ist Dipl.-Ing. Josef Graf Czernin-Kinsky zur Hälfte Fruchtnießer am Ertrag des Forstbetriebes und der Herrschaft Rosenhof.

Mit 1. 1. 1993 wurde der Besitz des gesamten land- und forstwirtschaftlichen Vermögens in die Czernin-Kinsky Forstgut Rosenhof GmbH & Co. KEG und des gesamten sonstigen Immobilienvermögens in die Czernin-Kinsky Verwaltungs – GmbH & Co. KEG eingebracht. Dem Inhaber dieser beiden Firmen Stanislaus Graf Czernin-Kinsky und seiner Ehefrau Andrea Gräfin Czernin-Kinsky wurden drei Söhne und vier Töchter geboren. 

 

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